Franks geneaologische Seiten

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf den nachfolgenden Seiten möchte ich Ihnen einige Ergebnisse meiner Familienforschung vorstellen. Wenn Sie meine anderen Pages gelesen haben, wundern Sie sich wahrscheinlich, dass ich mich auch mit diesem Thema befasse, die meisten kennen mich eigentlich nur als Motorradschrauber und Oldtimerfan ... aber so ganz abwegig ist es denn doch nicht: zum einen habe ich mich schon immer für alte Dinge interessiert, und nebenbei lange Ur- und Frühgeschichte studiert, zum anderen hat die Beschäftigung mit den Vorfahren in meinen Familien durchaus eine gewisse Tradition.

So beschäftigen sich die Stegemanns seit über hundert Jahren systematisch mit der Erforschung ihrer Familie, der Ursprung dieses Interesses dürfte schon in der ausklingenden Romantik zu suchen sein. Jedoch wurde in diesen frühen Jahren nur die männlichen Vorfahren erkundet und aufgezeichnet. (Diesen Fehler habe ich so weit wie heute noch möglich ausgeglichen). Ebenso hat sich mein Urgrossvater Ferdinand Pudel sehr verdient gemacht, seine Aufzeichnungen über meine Vorfahren aus Groß Schwansfeld in Ostpreussen sind heute unersetzliche Quellen. Daneben habe ich alle meine lebenden direkten Verwandten befragt und auch hier wertvolle Hinweise zu den Personen erhalten.

Nachdem ich diese Aufzeichnungen und einige andere Quellen, wie Ahnenpässe und Sippschaftstafeln ausgewertet hatte, war ich schon sehr zufrieden, immerhin konnte ich meine Ahnen fast durchgehend bis in das Jahr 1800 zurückverfolgen, die Linien Stegemann sogar bis etwa 1570 und einen Grossteil der Ostpreussenlinie bis 1700. Doch dann kam ein Tag im April des Jahres 2000, der mich fast wie ein "Schock" traf. Anders kann ich das Gefühl eigentlich nicht beschreiben. Im Archiv der Familie Stegemann bin ich auf den handgeschriebenen Stammbaum meiner Grosstante gestossen. Alleine die Maße sind beeindruckend: diese Tafel ist etwa 3 Meter breit, einen Meter hoch und sehr klein geschrieben ! Ich war wirklich überwältigt (und auch etwas überfordert) beim Anblick dieser Arbeit. Es sind - ich habe es nicht genau nachgezählt - über 500 Namen (mit Lebensdaten und Berufen etc.) verzeichnet, die ich dann in einigen Nachtschichten in mein Computerprogramm eingegeben habe ...

Denn auch bei mir hat inzwischen die EDV Einzug gehalten: ich "verwalte" meine Vorfahren mit einem Computerprogramm. Zwangsläufig kommt man da natürlich auch auf die Idee, sich mit anderen "online" auszutauschen, oder die Forschungsergebnisse im Internet darzustellen. Letzteres ist jedoch nicht so ganz einfach: Inzwischen hat sich eine derart grosse Menge an Namen und Daten von Vorfahren angesammelt, dass ich vor dem Problem stehe, diese anschaulich aufzubereiten.

Ausserdem interessieren mich nicht nur Namen und Zahlen, ich versuche eigentlich, auch etwas über das Leben, die Lebensumstände meiner Vorfahren herauszufinden. Interessant ist zum Beispiel, das hier die verschiedensten Charaktere und Berufe aufeinandertreffen. Es finden sich vom Pastor über den Tagelöhner bis zur Gräfin, vom Gastwirt bis zum Gerichtsrat, vom Offizier über den Lotterieeinnehmer bis zum Vorsitzenden der Knopfmacherinnung alle möglichen verschiedenen Berufe und Lebenswege. Und die Menschen wohnten zum Beispiel in Niedersachsen, in Ostpreussen, in Sachsen, in Schlesien und im Rheinland ...

Mein bisher ältester bekannter und - soweit man den Quellen Glauben schenken kann - auch sicherer Vorfahre ist übrigens Ritter Oldward von Westerhof, der um das Jahr 1000 lebte. Dazu berichtet die Quelle: "Um das Jahr 1000 baute sich ein Angehöriger des Rittergeschlechts derer von Westerhof ein festes Haus, das er nach seinem Vornamen "Altwart" bzw. "Oldward" dann Altwartshusen bzw. Oldwardshusen nannte. Von diesem Wohnsitz wurde der Familienname der bis heute am Ort existierenden Adelsfamilie "von Oldershausen" abgeleitet. Reste dieses Wohnsitzes befinden sich noch bei der "Altenburg"."

Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, Fragen, Anregungen, Hinweise haben, so schreiben Sie mir bitte einfach eine Mail.

Viel Spass beim Lesen wünscht Ihnen

Frank Stegemann
 
 

Erstellt am : 18.11.2000
Last Update : 22.01.2002